Elisabeth Hamel
Das Werden der Völker in Europa

Forschungen aus
Archäologie, Sprachwissenschaft und Genetik

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Neues aus der Forschung

  • Im Bild der Wissenschaft werden unter der Rubrik "Anthropologie" und dem Titel "Vier Fünftel der Europäer stammen von Jägern und Sammlern der Altsteinzeit ab" weitere Ergebnisse vorgestellt zu Abschnitten am Y-Chromosom. Unter folgendem Link kann man mehr darüber lesen: http://www.wissenschaft.de/sixcms/detail.php?id=172396

  • Auf Seite 150 meines Werkes erwähne ich im zweiten Absatz "eine ganze neue Art von Orthograhie". Dieses Phänomen hat inzwischen einen Namen. Man spricht allgemein von Chat-Slang, wobei eine Feinunterteilung noch nicht gängig ist. Mein Beispiele wie t 4 2 tea for two oder 4 you for you würde ich als Code Mixing, Code Vermischung bezeichnen (nicht zu verwechseln mit Codewechsel, der auf Seite 151 beschrieben wird).
  • In Science, Vol 326, 5949, Seite 137 bis Seite 140, wird eine Studie vorgestellt, die 15.000 bis 4300 Jahre alte DNS von europäischen Jägern und Sammlern sequenzierte. Das sind neue Erkenntnisse zur Sprache der Jäger und Sammler in Zentral-/Nordosteuropa - nämlich dass es eine uralische Sprache gewesen sein könnte. Der identifizierte mtDNS-Typ in den Skeletten ist ein typisch europäischer Typ U5, aber überraschenderweise kommt er in über 80 Prozent der palaeolithischen und mesolithischen Skelette vor, wohingegen der U5 Typ heute selten ist. U5 gibt es fast nur unter Europäern. Im südlichen Mittelmeerraum etwa 1 Prozent, in Zentraleuropa etwa 5 Prozent, und in uralischsprachigen Stämmen Nordosteuropas (Russland) 10-20 Prozent, mit einem Maximum in den Lappen/Saami (ueber 40 Prozent). Dieser Gradient legt nahe, dass auch die mesolithischen Jäger und Sammler eine uralische Sprache in Zentral-/Nordosteuropa sprachen. http://www.sciencemag.org/cgi/content/abstract/1176869

  • Auf eine Karte möchte ich hinweisen, die ich das Vergnügen hatte, für Christian Oswald, Autor des Werkes "Das Rotwild der Erde", zu erstellen. Auf Seite 56 des genannten Werkes findet sich eine Karte über die Verbreitung des Rotwildes in Europa und Kleinasien. Es ist doch erstaunlich wie sich die Verteilung dieser Tierrassen mit den Abgrenzungen der Sprachen deckt. Diese Verteilungen sind durch die natürlichen Grenzen, wie hohe vereiste Berge, breite Flüsse oder Küsten, zu erklären. Das Werk ist derzeit erhältlich über OSSO e.K. Englmeng 15, 85560 Ebersberg, Deutschland. Eine Bestellung ist auch telefonisch +49 (0) 80 94 - 93 63 oder per Fax +49 (0) 80 94 - 93 64 möglich. Karte zur Verbreitung des Rotwildes in Europa und Kleinasien

  • Auf folgendem Link wird eine Studie vorgestellt, die den genetischen Nachweis der Phönizier diskutiert. Das Ergebnis deckt sich mit meinen Vermutungen auf Seite 414, Bild 4-50. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18976729?itool=EntrezSystem2.PEntrez.Pubmed.Pubmed_ResultsPanel.Pubmed_RVDocSum&ordinalpos=8&log$=free

  • Auf folgendem Link ist eine interessante Karte der sprachgeographischen Veränderungen im Südwesten Europas in den vergangenen 1000 Jahren in Zeitsprüngen zu sehen. (Diesen Hinweis verdanke ich Florian Blaschke.) http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Linguistic_map_Southwestern_Europe.gif